Das Wort des Chorleiters
Ein persönliches Wort
Leiterschaft ist eine Gabe des Herrn. Gott befähigt Menschen andere Menschen
zu führen. In der Bibel können wir das an vielen Beispielen erkennen (z. Bsp.
Moses, Josua und David). Diese Gabe ist keine "besondere" Gabe, sondern ist
gleichwertig mit vielen anderen Begabungen, welche Gott schenkt. Diese Leiter
waren und sind aber unverzichtbar für Veränderung, Erneuerung oder Korrektur
seines Volkes (Gemeinde). Deshalb müssen Leiter Menschen mit Vision und Blick
für das sein, was Gott tun und schaffen will. Nur ein verwalten und "am Leben
halten" des Alten wird Kirche, Gemeinde und auch Posaunenchöre nicht weiter
bringen.
Wir als Posaunenchor verlieren auch ständig Bläser durch Schule, Studium oder
Beruf. Und da steht auch immer wieder die Frage wie soll es weiter gehen. Diese
Frage hat das Volk Israel in der Wüste auch ständig gestellt. Doch Mose hatte
die Vision, das Volk in das verheißene Land zu führen. Und Gott hat immer wieder
Lösungen für ein "Weiterkommen" geschenkt. Oft waren es sicher nicht die
beliebtesten oder bequemsten Lösungen, aber Gott stand zu seinem Volk.
In meiner 12jährigen Geschichte als Chorleiter habe ich schon öfter erlebt
wenn Bläser sich abmelden – ich habe aber auch erlebt wie Gott immer wieder für
"Nachschub" gesorgt hat. Dieser ist nicht fertig vom Himmel gefallen – oft
begann es mit der Frage "Ich würde gern ein Instrument lernen ? " Dann steht für
den Leiter die Frage "Bin ich bereit Zeit und Energie für meine Vision
einzusetzen?" Soll ich mir das wieder antun - Atemübungen - Mundstückübungen -
Noten lernen - fis statt f - Töne mit zu viel Luft -- ein kaum erkennbares Lied
und dann noch das Risiko das der Jungbläser nach einer gewissen Zeit wieder
"abspringt" ?
Ich möchte mich nach meinen persönlichen Möglichkeiten dieser Aufgabe
stellen. Als Chorleiter will ich Bläser zum Lobpreis anleiten - im Posaunenchor
eine Plattform schaffen wo Gemeinschaft untereinander erlebbar ist - und wo es
das Hauptanliegen ist, Menschen zu Jesus zu führen.
Michael Roßner |
Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich,
was mit Danksagung empfangen wird.
1. Timotheus 4,4
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